Schlemmen
Orientalisch: Imam Baylidi
Suppig: Zuchinicreme-Suppe
Sahnig: Safran-Zucchini-Couscous
(für zwei sehr hungrige Esser (jeder zwei Hälften))
2 mittelgroße Auberginen
6-8 Tomaten (eine Dose/Packung mit Tomatenschmonze tut's auch, aber eine Tomate sollte es fürs Schön-Aussehen schon sein...)
250g Schafskäse (Feta)
1 kleine Zwiebel
Knoblauch, nicht zu knapp (2 kleine Zehen)
etwas Olivenöl
5 EL Mandelsplitter oder Cashewkerne (zur Not gehen auch Erdnüsse)
2 EL Rosinen
3 EL Sesam
Kräuter, Pfeffer, Salz, Zucker, (Koriander wär nicht schlecht, aber wer hat das schon noch!)
Ein Speise mit Geschichte: Iman Baylidi bedeutet soviel wie "Der Priester fiel um." - Und zwar aus lauter Begeisterung. Das Rezept ist aus irgendeinem alten SPAR-Prospekt. Tja... ab und zu lohnt es sich, sich durch die Werbung zu kämpfen! Mit einer knappen Stunde muß man mit allem drum herum schon rechnen, jedenfalls dann, wenn man den Iman nicht ohne alles, sondern mit einem leckeren Salat verspeisen will.
Und so geht's:
Zunächst die Auberginen längs aufschneiden. Dann mit einem scharfen Messer das Fruchtfleisch kreuzweise in ca. 1 cm Abständen einritzen. Dabei muß man aufpassen, daß man nicht die violette Schale durchsticht. In diversen Kochbüchern findet man zu lesen, daß man mit den Auberginen noch große Aufstände betreiben müsse, weil sie sonst ganz übel fettig schmeckten. Ich kann dazu nur sagen: Alles Humbug. Wer Spaß dran hat, kann seine Zeit ja damit vergeuden, die Auberginen zu salzen und zu wässern - wenn man die Auberginen nicht im Öl ertränkt, bereiten sie keine Schwierigkeiten. Also, die Früchte kommen mit der Schnittstelle nach unten in die leicht gefettete Pfanne und werden angebraten (nicht wenden!). Nach wenigen Minuten ist das Fruchtfleisch so weich, daß man es wagen kann, mit einem scharfen Teelöffel das Fruchtfleisch auszuschaben. (Dabei vorsichtig sein: HEISS! Ich verbrenne mir jedesmal die Flossen dabei. Dann schnell Essig drauf reiben. Man soll's nicht glauben, wirkt aber tatsächlich Wunder!) Der Rand an den Früchten darf nicht zu dick bleiben, sonst schmeckt's nachher ein wenig zäh.
Nun kommt die kleingeschnittene Zwiebel in die Pfanne. Danach das ausgehöhlte Fruchtfleisch, Sesam und die Mandeln. Dann die Tomaten, bis auf eine in Stücke geschnitten (ich verzichte auf das lästige Häuten!), dazu oder die Dose entdeckeln und hinein damit. Den kleingeschnittenen Knoblauch und die Rosinen nicht vergessen. Und die Kräuter hinzu. Was für welche, bleibt jedem selbst überlassen. Ich habe gute Erfahrungen mit Basilikum und Rosmarin gemacht, Dill muß ja nicht unbedingt sein.
Dann noch den Schafskäse in kleine Würfel schneiden (Wenn's geht, den vom echten Schaf und nicht den von der Kuh, ist zwar doppelt so teuer, aber lohnt sich wirklich!), unterrühren und abschmecken. Die Prise Zucker macht dieTomatensauce aromatischer und bekömmlicher. Wer mag und hat, der gibt Koriander oder etwas Zimt dazu. Aber bitte nicht allzu heftig.
Die Auberginen mit der Masse füllen. Dabei nicht zu viel Flüssigkeit mitnehmen, notfalls eine Gabel nehmen. Ganz zum Schluß legen wir die in Scheiben geschnittene, letzte Tomate auf die Auberginen. Das sieht lecker aus!
Alles noch etwa 20-25 Minuten bei 200°C in den Backofen schieben.
Dazu passen Baguettes oder aber auch Reis. Und dann sollte es ein kräftiger roter Landwein sein, der das Festmahl abrundet. Also irgendein Trockener aus Südeuropa. Die ganz billigen (bis so 5 DM) schmecken übrigens auch ganz billig. Zwischen 5 und 10 DM ist schon viel Gutes dabei. Meiner Meinung nach muß man sich Weine über DM 15,- zumindest zum Essen nicht antun.
Wenn etwas übrigbleibt. Kein Problem! - Der Iman schmeckt auch kalt ganz vorzüglich...
(für vier hungrige Mäuler, die brauchen dann aber noch Brot oder Reis dazu...)
1000g Zucchini
1 Becher Schmand
1/8 l Wasser
etwas Milch
Salz oder Gemüsebrühe, Pfeffer, Mußkatnuß
In 20 Minuten ein leckeres Süppchen kochen? Kein Problem. Besonders nicht, wenn man mit einem Dampfdruckkochtopf ausgerüstet ist. Dann muß man die kleingeschnittenen Zucchini nämlich nur lange genug kochen, bis sie zerfallen. Ansonsten die Zucchini kleinschneiden, anbraten, Wasser dazu und köcheln lassen. Nach fünf bis zehn Minuten kann man dann mit einem Stampfer dahergehen und die Zucchini zu Brei machen. Den Schmand dazugeben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Wer sich traut, kann auch Gemüsebrühe nehmen. Aber da muß man schon sehr, sehr vorsichtig sein, denn der feine Suppengeschmack kann schnell verwürzt werden. Eine kräftige Prise Muskatnuß darf es trotzdem schon sein.
Wem die Suppe zu dick ist, der kann gut noch etwas Milch dazugeben. Dazu paßt am besten ein schönes Baguette oder Toast. Und ein leckerer Weißwein, würd' ich sagen.
250 g Couscous
300 g Zucchini
50 g gehobelte Mandeln
150 g Sahne
100 g Schmand
1 oder 2 Msp. Safran
Rosinen nach Belieben
etwas Salz, ganz wenig Pfeffer
(für zweimal Hunger plus Gast)
Richtig lecker im Sommer: Schnell und schmackig! Die Zucchini ganz dünn hobeln (Wichtig -ich finde, das ist der Witz an diesem Gericht und umschmeichelt den Gaumen ganz besonders :o), dann kurz anbraten. Aber nicht zu dolle. Dann die Sahne und den Schmand dazu. Natürlich kann man alles auch ohne Schmand, dafür mehr Sahne zubereiten. Aber leckerer ist's, wenn die Soße ein bißchen säuerlich schmeckt. Nur mit Schmand wird allerdings zu proppig, daß bedeckt dann den feinen Safran-Geschmack. Egal: die gehobelten Mandeln dazu und die abgewaschenen Rosinen und den Safran dazu: Ich nehm immer zwei von diesen Tütchen, die man im normalen Supermarkt bekommt. Wer will - oder wer Geld sparen will - nimmt halt nur eines. (Die Fäden sollen übrigens besser sein, als der zerriebene Safran. Ob's stimmt, kann ich allerdings nicht sagen.) - So, das läßt man nun etwas ziehen. Währenddessen bereitet man den (das?) Couscous nach Packungsrezept vor. (Beim Türken um die Ecke kaufen, da halb so teuer.) Das war's dann schon. Zum Schluß die Soße mit Salz und einem Hauch Pfeffer abschmecken. Und fertig!!! Passend dazu vielleicht mal einen Cidre? - Weiß nicht, seht selber...
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Na klar... Anregungen, Tips, Rezepte und Erfahrungsberichte (hehe...) werden stets gerne angenommen...